Man nennt sie “trojanischen Pferde”. Tückische Angreifer, harmlos verpackt. Die Kriegslist mag so alt sein wie die alten Griechen, aber die Sache mit dem Holzpferd hat sich weiterentwickelt: Ein “trojanisches Pferd” greift am Bildschirm an. Und heute ist es nichts weiter als ein Stück Computercode, ein paar Zeilen in den Programmsprachen C++ oder Perl oder ASM, von Finsterlingen in einer harmlos erscheinenden Datei versteckt. In dem Bild mit den kleinen Hündchen etwa, das unvermutet im Eingangskorb der E-Mail auftaucht. In dem fröhlichen Anschreiben an den “Sehr verehrten Lottogewinner”. Wer es öffnet, lädt feindliche Heere auf seinen Rechner. Computer, durch die ein trojanisches Pferd geritten ist, können von Hackern in aller Welt ferngesteuert werden, können ausgeforscht, umprogrammiert und für finstere Verbrechen missbraucht werden.